Punta de Hidalgo auf Teneriffa

Das kleine Städtchen Punta de Hidalgo im äußersten Nordosten von Teneriffa mit Blick auf den Atlantik ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt. Wir besuchten den Ort an einem Sonntagnachmittag, um einen Spaziergang entlang der Küste zu machen, und waren überrascht, wie viele andere Menschen die gleiche Idee hatten.

Foto Punta de Hidalgo auf Teneriffa

Punta de Hidalgo – Weiter geht’s nicht mehr

Wir nahmen die TF-13 von La Laguna aus, bis sie an der Küste in Punta del Hidalgo endete. An diesem Punkt kann die Straße nirgendwo mehr hinführen, da sie von den Bergen von Anaga im Osten und einem steilen Abhang zum Meer eingeschlossen ist. Wir parkten also und gingen zur Klippe hinüber, von der aus man auf einen schwarzen Sandstrand und das zerklüftete Profil des Anaga Gebirges hinunterblickt.

Ein Weg führt von der Küste zur Wallfahrtskapelle von San Juanito. Das kleine religiöse Bauwerk ist unscheinbar und an sich keine Reise wert, aber der Küstenpfad ist wunderschön, mit zahlreichen Wegen, die hinunter zum Wasser führen. Aber sei bitte jedoch vorsichtig, welchen Weg Du wählst… Punta del Hidalgo ist bei den Deutschen beliebt, und die Deutschen sonnen sich gerne nackt. Wir haben auf diesem kurzen Spaziergang ein paar Dinge gesehen, die man nicht als besonders „schön“ bezeichnen kann.

Zuvor hatte ich die Popularität von Punta de Hidalgo als „merkwürdig“ eingestuft – die Stadt ist klein und bietet nicht viel an touristischem Interesse, so dass es schwer war, die Dutzenden von Familien, Joggern, Touristen, Radfahrern und Wohnmobilen zu erklären, an denen wir auf dem Weg vorbeikamen. Es war, als ob alle einfach nach Norden fuhren, bis die Straße endete, und dann beschlossen, einen Spaziergang zu machen (was wir wohl auch taten). Der Weg führte um die Einsiedelei herum und wurde vom Meer und den riesigen, mit Plastik bedeckten Plantagen, die immer noch die Hauptindustrie der Stadt darstellen, eingegrenzt.

Leuchtturm vom Punto de Hidalgo
Der Leuchtturm von Punto de Hidalgo

Bald hatten wir das auffälligste architektonische Merkmal von Punta del Hidalgo erreicht: den modernen Leuchtturm. Der 1992 erbaute Leuchtturm besteht aus einer Reihe unregelmäßiger weißer Säulen, die sowohl an Lavabasaltformationen als auch an die Hallsgírmkirkja in Reykjavík, Island, erinnern.

Da wir durch die Plantagenanlagen von der Hauptstraße abgeschnitten waren, war es ein langer Spaziergang durch die Stadt zurück zu unserem Auto. Die Stadt selbst beeindruckte uns nicht sonderlich – dies ist definitiv eine der Gemeinden auf Teneriffa, die zu einer ausländischen Enklave geworden ist, und wir sahen sogar einige Schilder, die nur auf Deutsch waren und sich nicht einmal um Spanisch bemühten.

Trotzdem hatten wir einen schönen Tag und entdeckten am Ende einen Weg, der Punta del Hidalgo mit dem Mirador de la Cruz in Anaga verbindet. Das hört sich nach einer fantastischen Wanderung an, uns vorgenommen, uns diesen Weg genauer anzuschauen.

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